Praxiserfahrungen

Dr. Gerhard Fabisch

Generaldirektor
Steiermärkische Bank und Sparkassen AG

"Wir investieren in behindertengerechte Arbeitsplätze und barrierefreie Zugänge zu unseren Filialen und Beratungszentren, weil soziale Verantwortung Teil unserer Unternehmenskultur ist. Die Sparkasse hilft Menschen mit Handicaps mit baulichen Maßnahmen wie Farbenwahl, Raumhöhe und Lichteinfall und unterstützt sie darüberhinaus mit betrieblicher Gesundheitsförderung. Unser Slogan 'In jeder Beziehung zählen die Menschen' prägt unser Handeln, ob behindert oder nicht spielt dabei keine Rolle."

Hans-Georg Hagleitner

Geschäftsführer der Hagleitner-Gruppe
Hagleitner Hygiene International G.m.b.H.

"Anfänglich war es nicht leicht, behinderte Arbeitnehmer ins Unternehmen zu integrieren. Es galt, Vorbehalte bei den Mitarbeitern abzubauen und Verständnis füreinander aufzubauen.

Heute ist es eine Bereicherung für unser Unternehmen und seine Mitarbeiter, behinderte Menschen in unserem Umfeld zu haben.

Nichts ist im Leben selbstverständlich, und wir sind davon überzeugt, dass behinderte sowie nicht-behinderte Arbeitnehmer in der Zusammenarbeit von einander stark profitieren."

Dr. Walter Hanus

Geschäftsführer
IVM Technical Consultants Wien Ges.m.b.H.

"Eigentlich ist die Frage behindert / nicht behindert nicht von Bedeutung. Für uns zählt die Motivation der Mitarbeiter, ihre Bereitschaft sich weiterzuentwickeln, das eigene Potenzial auszuschöpfen und sich so positiv ins Unternehmen einzubringen.

Dabei werden sie von uns gefördert und auf ihrem Karriereweg begleitet, denn nur ein motivierter Mitarbeiter ist die Grundlage für den Unternehmenserfolg."

Wolfgang Hesoun

Generaldirektor
Siemens AG Österreich

"Siemens Österreich arbeitet bereits seit 1996 gemeinsam mit dem Sozialministeriumservice und dem AMS an einem österreichweit einzigartigen Erfolgsprojekt  - der integrativen Lehrlingsausbildung von gehörlosen Jugendlichen zu Elektronikerinnen und Elektronikern.

In diesem Zusammenhang von Pionierarbeit zu sprechen erscheint mir nicht vermessen. Denn die Schwierigkeit zu Beginn dieses Integrationsprogramms lag insbesondere darin, dass es für viele technische Fachbegriffe keine Gebärden gab. Gerade diese sind für die Kommunikation und den Lernerfolg im Rahmen einer Ausbildung aber unabdingbar. So hat Siemens Österreich gemeinsam mit den Jugendlichen im Laufe der Zeit mehr als 2.000 Fachbegriffe für Materialien, Werkzeuge oder technische Abläufe im Sprachlabor entwickelt und diese in die Gebärdensprache eingeführt. Hinzu kommt die Integration der gehörlosen Jugendlichen in die Gruppe der hörenden Kolleginnen und Kollegen und auch umgekehrt. Die Jugendlichen verstehen sich – im wahrsten Sinne des Wortes. Es wird gemeinsam gelacht, gelernt und gearbeitet. Und das lange über die Lehrzeit hinaus. Das ist sicherlich der größte Erfolg dieses Projektes."

Andreas Kröll

Geschäftsführer
Landw. Ein- u. Verkaufsgenossenschaft Großwilfersdorf reg.Gen.m.b.H.

"Die Lagerhäuser haben nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine soziale Aufgabe im ländlichen Raum zu erfüllen. Dieser Aufgabe werden wir nicht nur durch Lehrlingsausbildung und Schaffung von Arbeitsplätzen gerecht, sondern auch durch die Eingliederung von ArbeitnehmerInnen mit Behinderung in den Arbeitsprozess.

Unsere Erfahrung zeigt, dass ArbeitnehmerInnen mit Behinderung sich sehr stark mit dem Unternehmen identifizieren und ein sehr großes Engagement in ihrem Wirkungsbereich an den Tag legen. Die überwiegend positiven Erfahrungen bestärken uns diesen Weg fortzusetzen."

Dipl. Ing. Peter Malata

Geschäftsführer
W & H Dentalwerk Bürmoos GmbH

"Wir beschäftigen in unserem Unternehmen Mitarbeiter mit Behinderung. Mit einer ehrlichen Abstimmung über die Fähigkeit des Mitarbeiters und den Anforderungen am Arbeitsplatz ist es uns bisher gelungen, gute Arbeitsverhältnisse aufzubauen.

Die Bereitschaft sich für das Unternehmen zu engagieren, ist bei Mitarbeitern mit Behinderung im gleichen Maß vorhanden wie bei Mitarbeitern ohne Behinderung."

Dr. Klaus Sapetschnig

Leiter Human Resources
Sandvik BPI

"Gleiche Chancen für alle Mitarbeiter: So versuchen wir, Menschen mit Behinderung in unsere Arbeitsabläufe bestmöglich zu integrieren, damit sie ihre Leistungen entsprechend erbringen können und für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine 'Win-Win-Situation' entsteht.

Unsere Bemühungen um die Integration von Menschen mit Behinderung wurden kürzlich mit dem 1. österreichweiten JobOskar in der Kategorie Großbetriebe besonders gewürdigt."

Univ.Prof. Dr. KH.Tscheliessnigg

Vorstandsvorsitzender
KAGes - Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.

„Die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes) hat seit ihrer Gründung eine große Zahl von Behindertenimpulsen auf Unternehmerebene gesetzt. Mit rund 1.800 behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird der gesetzliche Normwert zur Beschäftigungspflicht um rund 1.000 übererfüllt.

Wir sehen uns daher als Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitswesen, welches im Leitbild 'Menschen helfen Menschen' für alle – Patienten und Personal – da sein sollte. Dementsprechend werden bei uns im Personalbereich auch Menschen nach ihren Fähigkeiten eingesetzt – und dabei zeigen gerade behinderte Menschen beachtliche und unverzichtbare Qualitäten. Hohe Motivation, beachtliches Engagement und Unternehmenstreue zeichnen diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Wir freuen uns, dass unsere Bemühungen in den letzten Jahren durch zahlreiche Preise bestätigt wurden.“

Mag. Raimund Wachter

Geschäftsführer
Vorarlberg Milch reg. Gen. mbH

"Wir konnten durch die Integration von Mitarbeitern mit Behinderung die Erfahrung machen, dass die Zusammenarbeit mit ihnen für alle Teammitglieder eine persönliche Bereicherung darstellt.

Durch den täglichen Kontakt werden Eigenschaften wie Rücksicht und Geduld gefördert und verstärkt, was sich auf den gesamten Betriebsablauf sehr förderlich auswirkt."

Kommerzialrat Otto Weyland

Eigentümer und Geschäftsführer
Weyland GmbH

"Mit Mitleid und Zahlungen ist den Menschen mit Handicap nicht geholfen, sondern alleine mit der Integration in die Gesellschaft.

Besonders in Einzelfällen und auch bei Schwerstbetroffenen ist es erstaunlich, mit welcher Freude und Begeisterung sich diese Menschen trotz Behinderung an ihrem Arbeitsplatz engagieren."